Wir sind Mo. - Fr. von 09.00 bis 18.00 Uhr unter ✆ 0234 - 54 50 60 00 oder per ✉ an: info@padia-workwear.de für Sie erreichbar.

EN 11612 - Hitze & und Flammschutz

EN ISO 11612: Schutzkleidung für Arbeitnehmer, die Hitze und Flammen ausgesetzt sind, ausgenommen Schweißer und Feuerwehrleute. 

Was beinhaltet diese Norm?

Die Norm enthält einige Tests im Hinblick auf das Gewebe. Die Ergebnisse dieser Tests werden durch die
Buchstaben A, B, C, D, E und F wiedergegeben. Wenn kein Buchstabe oder die Klasse „0“ angegeben ist, wurde
der niedrigste Wert nicht erreicht oder es wurde kein Test durchgeführt; die Kleidung bietet dann keinen Schutz
gegen diese Expositionsart.

Verschiedene Prüfverfahren, Kodierungen
11612A (EN 15025)

Bei diesem Prüfverfahren wird ein Gewebemuster zehn Sekunden lang einer Flammeneinwirkung ausgesetzt.Dabei müssen sich die Nachbrennzeit, Nachglimmzeit und Lochbildung innerhalb der (in der Norm aufgestellten) Werte befinden. Dieser Test entspricht EN 531A. Die Beflammung kann auf zwei Arten durchgeführt werden:

  • Verfahren A (liefert A1) ist die horizontale Beflammung (wie bei der EN 470 und EN 531)
  • Verfahren B (liefert A2) ist die Randbeflammung.

11612B (ISO 9151)
Konvektive Hitze: Bestimmung des Wärmedurchgangs bei Flammeneinwirkung. Die Probe wird über dieFlamme gehalten und der Temperaturanstieg an der Oberseite wird mit einem Kalorimeter gemessen. Es wird gemessen, wie viele Sekunden die Probe exponiert werden kann, bis ein Temperaturanstieg von 24 °Ceingetreten ist.

B1: 4 < 10 Sekunden
B2: 10 < 20 Sekunden
B3: 20 Sekunden oder länger

11612C (ISO 6942)
Exposition gegenüber einer Hitze-Strahlungsquelle. Dabei wird das Gewebe (mithilfe von Infrarotstrahlen) einer Hitzebestrahlung ausgesetzt. Mithilfe eines Kalorimeters wird an der Oberseite des Gewebes der Temperaturanstieg gemessen. Es soll festgestellt werden, wie lange das Gewebe der Hitze ausgesetzt werden kann, bevor es zu einem Temperaturanstieg von 24 °C kommt. Dieses Prüfverfahren entspricht dem Prüfverfahren der ISO 11611, verwendet aber eine andere Klassifizierung:

C1: 7 < 20 Sekunden
C2: 20 < 50 Sekunden
C3: 50 < 95 Sekunden
C4: 95 Sekunden oder länger

11612D en E (ISO 9185)

Es wird der Schutz vor Spritzern aus geschmolzenem Metall gemessen. Auf der Rückseite des Gewebes wird eine Membran (zur Imitation der Haut) angebracht. Danach wird eine bestimmte Menge flüssiges Aluminium (für den D-Wert) oder flüssiges Eisen (für den E-Wert) aufgetragen. Die Membran darf sich dabei nicht verformen.

Bei flüssigem Aluminium gilt die folgende Klassifizierung:

D1: 100 < 200 Gramm
D2: 200 < 350 Gramm
D3: 350 Gramm oder mehr.

Bei flüssigem Eisen gilt die folgende Klassifizierung:

E1: 60 < 120 Gramm
E2: 120 < 200 Gramm
E3: 200 Gramm oder mehr

11612F (ISO 12127)
Neues Prüfverfahren gegenüber der EN 531: Kontakthitze. Die zugehörige Klassifizierung:

F1: 5 < 10 Sekunden
F2: 10 < 15 Sekunden
F3: 15 Sekunden oder länger

11612Wnn

Optionale Prüfung des Schutzes gegen Regen. Das erste 'n' verweist auf die Klassifikation hinsichtlich der Wasserdichtheit, das zweiten auf die Klassifikation hinsichtlich der Wasserdampfdurchlässigkeit (zur Erläuterung siehe auch EN 343)

 

Zuletzt angesehen